Was wäre wenn…

Habe ich meinen Wecker gestellt? Richtige Uhrzeit? Sind die Batterien noch voll? Habe ich auch den Herd in der Küche ausgeschaltet? Das Bügeleisen ausgezogen und das Fenster geschlossen? Reicht mein Geld bis Ende Monat? Haben die Kolleginnen über mich getratscht, als ich zur Gruppe kam. Sehe ich in diesem Pullover dick aus? Findet mein Mann die Nachbarin schöner als mich? Liebt er mich überhaupt noch? Passt mein Kind auf, wenn es über die Strasse geht? Wird es in der Schule akzeptiert? Was ist, wenn ich die Arbeitsstelle verliere? Bin ich schön genug? Was wäre, wenn ein Schicksalsschlag mir alles nehmen würde, was ich liebe…?

Wer kennt es nicht? Unser Sorgen-Kopfkino, das uns in der Nacht den Schlaf raubt, sich in unsere Gedanken einnistet und wir die Szenen immer und immer wieder in verschiedenen Variationen durchspielen. Wie oft machen wir uns Sorgen über Situation, die sich nur in unserem Kopf abspielen und nicht in der Wirklichkeit? Wir warten darauf, dass unsere allerschlimmsten Befürchtungen wahr werden und haben einen Plan B oder sogar Plan C bereit, sollten sie tatsächlich eintreffen. Was wäre, wenn….

Es ist richtig. Es passieren jeden Tag schreckliche Dinge, die unsere Welt durcheinander bringen und furchtbar wehtun. Es kann sein, dass der Wecker am Morgen nicht klingelt und wir zu spät zur Arbeit kommen. Es ist möglich, dass unser Haus durch den heissen Herd Feuer fängt. Männer und Frauen werden betrogen. Es werden Kinder entführt und Menschen sterben. Und das ist nur ein kleiner Teil dessen, was unsere Welt so ungerecht macht. Aber wie oft werden wir von Sorgen um Situationen  geplagt, die es in Wirklichkeit noch gar nicht gibt und die wahrscheinlich auch nicht eintreffen werden. Diese Gedanken rauben uns jede Menge Kraft, Energie und Freude. Wir sind gefangen in unserer eigenen Sorgen-Kopfkino-Welt. Unzählige Sorgen werden jeden Tag neu erschaffen.

Lass los. Höre nicht auf die Stimme in deinem Kopf, die Dir die Lügen Tag für Tag einreden. Vertraue darauf, dass Gott den Durchblick hat und genau weiss, wo unser Weg hinführt. Nimm der Sorge die Macht. Nicht sie entscheidet über Dein Leben, sondern Du! Fakt ist,  Du bist nicht in der Lage, alles zu kontrollieren, was geschieht. Du kannst weder Entscheidungen für Deine Mitmenschen treffen noch Schicksalsschläge abwenden. Gib Deine Sorgen Gott ab. Lass sie los. Gott hat aus einem bestimmten Grund die einzelnen Tage erschaffen. Wir müssen nur die Lasten des heutigen Tages tragen und nicht unter dem grossen Sorgenberg unseres Lebens zusammenbrechen. Es genügt, dass wir uns Sorgen machen, wenn die gefürchtete Situation auch wirklich eintrifft. Und auch dann sind wir nicht allein. Unser Schöpfer lässt wohl manche beängstigende Situation zu, er lässt uns aber niemals allein.

Vertraue auf Gott. Er ist der Schöpfer von Himmel, Erde und Meer. Er kennt jeden unseren Gedanken und Wünsche. Sogar unsere Haare hat er gezählt. Gib es ab. Lass los. Sprich mit ihm. Er hat auch Deine Sorgen fest im Griff.

Avalyn

 

 

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