Spieglein, Spieglein an der Wand – Wenn dein Blick in den Spiegel die Welt verändert!

Der kritische Blick in den Spiegel jeden Morgen. Was für schreckliche Haare. Wieder ein Pickel. Furchtbares Gesicht. Die Nase ist zu gross, die Augen zu klein. Diese Figur und diese Fettpölsterchen. Wir haben so viele Möglichkeiten in hunderte von Spiegel zu schauen. Jeden Tag gehen wir an vielen vorbei und wir können es nicht lassen, einen kurzen Blick auf uns zu werfen. Viele von uns haben sogar einen kleinen Spiegel in der Handtasche dabei. Die meisten Smartphones haben eine Spiegeloption. Schrecklich. Man fühlt sich beinahe von den vielen Spiegeln verfolgt. Man muss immer perfekt aussehen. Wehe ein Haar ist nicht an seinem Platz, tanzt aus der Reihe und ist nicht zu bändigen.

Wenn ein Spiegel sprechen könnte…. Wie viele negative Worte und Gedanken in Richtung Spiegelbild geschleudert werden? Wie viele abweisende Blicke? Wie viele verzweifelte und unzufriedene Herzen? Das ist das Urteil, das wir über uns fällen und wir glauben ihm. Falls es eine Spiegelbildstatistik geben würde, die besagt, wie viele negative und wie viele positive Worte und Gedanken dem Spiegelbild entgegnet werden, würde die negative Seite mit Sicherheit bei Weitem überragen. Eigentlich traurig.

Ich habe begonnen den morgendlichen Blick in den Spiegel etwas anders zu gestalten. Als erstes schaue ich mir in die Augen und danke Gott dafür, wer ich bin. Ich lächle mich an. Gott hat mich wunderbar gemacht. Ich habe zwei Augen, die unsere wunderbare Natur und all die Lebewesen sehen können, die es gibt. Die Welt ist voller Wunder. Du musst nur hinsehen. Ich habe zwei Ohren, die alle unterschiedlichen Geräusche wahrnehmen, die atemberaubende Geschichten und unglaublich tolle Musik hören können. Ich habe zwei Füsse die mich durch den Tag tragen. Diese Liste geht weiter und weiter. Und das sind „nur“ unsere äusseren Eigenschaften. Schon daran gedacht, was für eine unglaubliche Leistung unser Körper jeden Tag vollbringt. Unser Herz schlägt, wir atmen, wir schützen uns vor Krankheiten. Alles funktioniert. Einfach so. Du wirst dich auch mit den schönsten Kleider und dem teuersten Schmuck nicht schöner fühlen. Akzeptiere dich so, wie du bist. Hör auf, dich zu vergleichen. Versuche nicht, so zu sein wie andere und glaube nicht den Lügen über „wahre Schönheit“, die uns täglich aus den Werbungen vorgegaukelt werden.

Nicht dein Aussehen bestimmt, wer du bist und ob du schön bist. Es kommt viel mehr auf deine inneren Werte an. Du bist wundervoll. Glaube es. Denn es stimmt. Es gibt dich nur einmal auf diesem Planeten. Wir gehören zu Gottes wunderbarer Schöpfung und Gott macht keine Fehler. Ich höre auf, Gott zu verletzen, indem ich nicht zufrieden bin mit mir. Und vor allem möchte ich aufhören, über andere Menschen zu urteilen. Wenn wir anfangen, uns so zu akzeptieren und lieben wie wir sind, können wir auch voll und ganz unsere Nächsten so annehmen, wie sie sind. Wir können aufhören mit dem Verurteilen anderer und aufhören, schlecht hinter ihren Rücken zu sprechen.

Ich weiss, dass diese Einstellung nicht einfach umzusetzen ist. Und an manchen Tagen fühlt man sich überhaupt nicht danach, den Gedanken eine positive Wendung zu geben. Aber wenn wir das schaffen, wird diese Welt zu einem schöneren Ort. Ein Ort, wo wir voll und ganz uns selbst sein können.

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