Hormone in Babypflege!

Haben Sie Ihre Kosmetika schon einmal unter die Lupe genommen? Oft befinden sich in unseren Pflegeprodukten hormonell wirksame Stoffe. Aber nicht nur in den Produkten für Erwachsene, sondern auch in Produkten für Babys und Kindern werden diese Stoffe verwendet. Jedes vierte Kosmetikprodukt enthält hormonell wirksame Stoffe (Parabene).

Wozu dienen diese hormonell wirksamen Stoffe?

Die am häufigsten eingesetzten hormonell wirksamen Stoffe sind Parabene. Diese Chemikalien verfügen über eine antimikrobielle und fungizide Wirkung und werden daher in der pharmazeutischen Industrie, in Kosmetika sowie in bestimmten Lebensmitteln häufig als Konservierungsmittel eingesetzt.
Parabene werden in Kosmetika vor allem als Konservierungsmittel und UV-Filter eingesetzt.

So finden Sie die hormonell wirksamen Stoffe in Ihren Pflegeprodukten

Auf der Inhaltsliste sind folgende Namen für Parabene abgedruckt: Methyl-, Ethyl, Propyl- und Butyl­parabene.
Weitere verwendete Synonyme sind Metagin, Nipagin, Nipasol, Propagin, Parahydroxybenzoat, Oxybenzoesäure / Oxybenzoat und Hydroxybenzoesäure / Hydroxybenzoat.

Fatale Nebenwirkungen

Hormonell wirksame Stoffe gelangen über die Haut in den Körper und werden mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht, die in den vergangenen Jahrzehnten weltweit verstärkt auftreten. Dazu gehört der Rückgang der Spermienqualität, eine verfrühte Pubertät bei Mädchen und die Zunahme bestimmter hormonbedingter Krebsarten wie Brust-, Prostata- oder Hodenkrebs.
Hormonell wirksame Chemikalien ähneln den körpereigenen Hormonen und können wichtige Entwicklungsprozesse stören. Besonders gefährdet sind Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Kinder in der Pubertät.
Besonders alarmierend ist die Zahl einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der zufolge in Europa bereits bis zu 40 Prozent der jungen Männer unter einer verminderten Spermienqualität und -anzahl leiden.

Bild © Codecheck

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In welchen Babypflegeprodukten sind hormonell wirksame Stoffe enthalten?

Vorallem in Sonnencremes mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor finden sich Parabene.
Beispielsweise die Nivea Sun Sonnenmilch für Kinder 50+ enthält mehrere hormonaktive Stoffe. Alternativ können Sonnencremes ohne chemische Filter verwendet werden. Sonnencremes mit  mineralischem Filter gibt es zum Beispiel von Eco Cosmetics!
Auch Produkte von Penaten sind belastet. So ist die beliebte Penaten – Baby Wundschutzcreme in Dose Methyl- sowie Propylparaben.

Weitere beliebte Babypflegeprodukte, die Parabene enthalten:
Penaten Baby Softpflege Ölbalsam
Penaten – Baby Wundschutz-Creme
Nivea Baby Wundschutz-Creme
Mustela Cleansing milk

Die folgende Grafik zeigt den Anteil der belasteten “neu erfassten” Produkte der 10 grössten Kosmetikhersteller. (Quelle: BUND, Codecheck)

Bessere Alternativen für Babypflegeprodukte sind:
Eco Cosmetics, Lavera, Alverde, Weleda, Kneipp usw.

Ein kritischer Blick lohnt sich!

Schauen Sie beim Einkauf auf die Inhaltsstoffliste Ihrer Pflegeprodukte, besonders die Ihrer Kinder.
Codecheck gibt es auch als App und Sie können im Laden direkt die Strichcodes scannen, um die Produkte auf kritische Stoffe zu überprüfen: www.codecheck.info

Quellen/Links: Wikipedia, Codecheck
Beitragsbild: Fotolia

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