Macht das Futter unsere Tiere krank?

Übergewicht, Diabetes, Hüftgelenkdysplasie, Bandscheibenvorfall, Hautprobleme, Allergien, Magen-Darm-Störungen, Krebs… unsere Haustiere leiden immer häufiger an denselben Krankheiten, wie ihre Herrchen und Frauchen. Experten geben unter anderem der Fehlernährung die Schuld (mit diesem Problem haben wir Menschen ja auch zu kämpfen). Wir kaufen das Futter für unsere Haustiere mit teurem Geld und sind der Meinung, dass wir unserem Liebling etwas Gutes damit tun. Aber was ist eigentlich in der Tiernahrung drin, die in so grosser Auswahl in jedem Laden angeboten wird? Ist teuer auch wirklich besser?

Das Tierfutter, welches wir kaufen, wird vor allem aus Schlachtabfällen hergestellt  und dann noch mit viel Chemie, Aromen, Konservierungsmittel, diversen Zusatzstoffen und Vitaminen angereichert. Es soll ja schön aussehen, gut riechen, möglichst lange haltbar sein und nicht mehr daran erinnern, was genau bei der Herstellung geschieht.  Es soll auch für den Menschen ansprechend wirken, denn wir neigen dazu, das was für uns gesund erscheint, auch für Hund oder Katze als gesund zu empfinden. Ein Tier braucht aber naturgemäss eine andere Ernährung, als der Mensch. Durch den Zusatz von Aromastoffen bringt man ein Tier (übrigens auch uns Menschen) dazu, etwas zu essen, das normalerweise nicht auf dem Ernährungsplan steht und deshalb abgelehnt würde. Man denke nur an den BSE-Skandal vor einigen Jahren, als plötzlich bekannt wurde, dass unseren Rindern (Vegetariern) Tiermehl verfüttert wurde.

Dass Haustiere unsere Abfälle fressen, ist nicht ungewöhnlich. Früher kriegten die Hunde und Katzen unsere Resten vom Tisch (das war noch richtige Hausmannskost, keine Fertigprodukte, Süssigkeiten usw) und es hat ihnen nicht geschadet. Zusammen mit Mäusen, Ratten, Vögeln, manchmal auch Kadavern und anderen „feinen Delikatessen“, die unsere Haustiere auf Hof und Strasse fanden, ergab das eine wunderbare Ernährung. Der Status des Haustieres hat sich jedoch in den letzten Jahren massiv verändert. Es wird oft „vermenschlicht“. Durch das vermehrte Wegfallen unserer sozialen Struktur bleibt das Haustier eine treue Konstante in unserem Leben. Wir wollen nur das Beste für unsere Lieblinge und das Problem ist vor allem, dass wir Tierbesitzer bereit sind, dafür eine Menge Geld zu zahlen. Die Tierfutterindustrie ist ein boomendes Geschäft. Hätte vor einigen Jahrzehnten jemand gesagt, wie viel Geld wir heute für die Ernährung unseres Hundes oder unserer  Katze ausgeben, hätte man ihn für verrückt gehalten.

In der Massentierhaltung (Fleischfabriken) wird ebenfalls einiges zugefüttert, was naturgemäss nicht in den Magen der Hühner, Truten, Kälber, Rinder, Schweine, Fische  usw gehört. Immer mehr Fleisch, Eier und  Milch in kürzerer Zeit zu produzieren ist das Ziel, schliesslich geht es ums Geld. Dabei bleibt nicht nur das Tierwohl auf der Strecke, denn alles, was an die Nutztiere verfüttert wird (einschliesslich der diversen Medikamente, weil die Tiere unter diesen unwürdigen Umständen ja häufig krank werden), gelangt indirekt durch das Fleisch, die Milch oder die Eier auf unseren Tisch, oder eben als Schlachtabfall in das Futter unserer Haustiere.

Wenn man das Ganze mal genauer betrachtet, bleibt nur ein Wort: EKELHAFT!

 

Beitragsbild: Fotolia

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