Konsumgut Frau – Frauenhandel und Pornografie

Einige Frauen sind bei diesem Thema sehr offen und finden nichts Schlimmes dabei. Anderen Frauen fällt es nicht ganz so leicht, vor allem wenn der Partner (meist heimlich) Pornografie konsumiert. Ich finde es wird Zeit für einige Fakten.

Durch die grosse Anonymität, Verfügbarkeit und den vielen kostenlosen Angeboten, ist das Internet zu einem wichtigen Weiterverbreitungsweg von Pornografie geworden.

Der Menschenhandel um Zwangsprostitution ist eines der grössten Geschäfte der Welt. Die Chance, dass du jemanden siehst, der zur Prostitution gezwungen wurde, ist extrem hoch:

  • Jährlich werden rund 2.5 Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel (vor 200 Jahren wurde die Sklaverei verboten!)
  • davon sind 80% Frauen, 40-50% Kinder (gemäss Angaben Amnesty International)
  • der Menschenhandel wächst, schneller als der Drogen- und Waffenhandel
  • Alle 30 Sekunden wird ein neuer Mensch Opfer vom Menschenhandel
  • Mädchen werden gezwungen bis zu 40 Männer pro Tag zu bedienen
  • Auch kleine Kinder, erst vier Jahre alt, sind betroffen

Prostitution in Europa

Europa ist einer der grössten Handelsplätze des Frauenhandels. Die Menschenhändler kommen zu meist aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks und verkaufen die Frauen weiter an serbische oder mazedonische Zwischenhändler, die wiederum die Frauen immer weiter westwärts schaffen. Dort verkaufen sie die Frauen an albanische, ukrainische oder tschechische Zuhälter. Die Zielländer sind überall dort, wo sich viel Geld mit Prostitution machen lässt: Tschechien, Deutschland, Schweiz, Italien, Holland, Türkei, Dubai, Israel, Spanien oder Frankreich. Während sich die Einreisebestimmungen innerhalb Europas systematisch lockern und auflösen, haben es die Frauenhändler immer leichter, ihrem Geschäft nachzugehen.

Den Frauen wird eine gutbezahlte Arbeit in einem anderen Land versprochen, z.B als Kellnerin oder Haushälterin. Hinter der Grenze wird ihnen jedoch der Pass abgenommen und sie werden zur Arbeit in Bordellen gezwungen, wo sie durch Gewalt und Drohungen gefügig gemacht werden. Da die Frauen sich bei den Frauenhändlern verschuldet haben (Kosten für die Reise, Papiere etc.) müssen sie unter sklavenähnlichen Bedingungen leben und arbeiten, um ihre Schulden abzuzahlen. Die soziale Stigmatisierung, die Gewalt sowie das fremde Land verstärkt die Abhängigkeit der Opfer.
(Quelle: http://www.amnesty-maf.de/themen/Frauenhandel.htm)

 

„Einem Menschen seine Menschenrechte zu verweigern bedeutet, ihn in seiner Menschlichkeit zu misshandeln.“ Nelson Mandela

 

Pornokonsum bei Jugendlichen und die Folgen des frühen Pornokonsums:

Sex ist für Jugendliche ein ebenso zentrales wie sensibles Thema. Im Gegensatz zu früheren Generationen müssen Kinder und Jugendliche heute den Unterschied zwischen Sex und Liebe sowie zwischen Sex und Pornografie lernen. Das Internet macht es – auch für Kinder und Jugendliche – möglich, schon mit wenigen Mausklicks an pornografisches Material zu gelangen. Obwohl das Gesetz pornografische Inhalte erst ab 16 Jahren erlaubt, gibt es bis heute kein effektives Mittel, den Zugang dazu zu kontrollieren.

Der frühe Pornokonsum – noch bevor selber erste sexuelle Erfahrungen gemacht wurden – kann zu einem unrealistischen Bild von Sexualität führen. Dadurch können gerade junge Menschen stark unter psychischen Druck geraten, weil sie glauben, dass das, was sie in Pornofilmen sehen, normal und erstrebenswert sei. Sie denken, es sei ein Zeichen sexueller und menschlicher Reife, wenn sie sich an Pornofilmen messen und diese nachahmen.

(Quelle: http://www.schaugenau.ch/de/grauzone_oder_strafbare_aktivitaeten#!pornografie)

 

Prostitution und somit auch Pornografie ist das älteste Geschäft der Welt.  Es arbeitet nur darauf hin, dass du abhängig wirst. Es wird dir als normal und gesund verkauft und zerstört und verdreht das Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Fantasie.

Es ist mir ein riesen Anliegen, dass wir Frauen unsere Augen nicht verschliessen und uns über diese Thematik informieren. Wir als Frauen sollten für andere Frauen und Kinder einstehen!

Nützliche Links:
Bekämpfung Internetkriminalität Schweiz: https://www.cybercrime.admin.ch/kobik/de/home.html
Kampf gegen Menschenhandel – Schweiz (EDA)
Stop the traffik Deutschland

Organisationen:
Caritas
OM Schweiz
Ostmission Schweiz
Amnesty International Schweiz
Koofra Deutschland
Stopp Menschenhandel
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