15 Dinge, die Sie während des Besuches eines Neugeborenen nicht tun sollten!

Liebe Freunde und liebe Familie, welche ungeduldig auf die Einladung warten, einen neuen Erdenbürger zu besuchen.

Die neuen Eltern sind müde. Sehr müde. Sie sind glücklich, überwältigt, verliebt, ängstlich und stolz. Aber am Meisten sind sie müde. Sie haben keine Energie für ausgedehnte, lange Gespräche.
Wir haben hier eine Liste mit Regeln zusammen gestellt, welche Sie bei einem Besuch eines Neugeborenen unbedingt beachten sollten.

 

Regel #1: Rauchen

Einige Krankenhäuser in den USA bitten ihre rauchenden Besucher auf dem Wochenbett, Krankenhauskittel über die eigenen Kleider zu tragen, bevor sie das Baby halten. Experten haben herausgefunden, dass dieser sogenannte „Dritthandrauch“ (befindet sich in Kleidung, Haar und Atmung) schlecht für die Gesundheit ist.
Wenn Sie also ein Neugeborenes besuchen, unbedingt frische, saubere Kleidung tragen. Wenn Sie Zuhause in Ihrer Wohnung rauchen, riechen möglicherweise auch Ihre Kleider nach Rauch. Fragen Sie deshalb nach einem Pulli von den frischgebackenen Eltern, welchen Sie sich überziehen können, bevor Sie das Baby halten.
Rauchen Sie vor und während des Besuches nicht. Auch nicht draussen.

 

Regel #2: Heisse Getränke trinken, während Sie das Baby halten

Es gibt nichts schlimmeres, als wenn Besuch, welcher gerade das Neugeborene auf dem Arm hält, ein heisses Getränk über dem Baby ausschüttet. Natürlich dürfen Sie einen Kaffee oder einen Tee trinken, nur nicht, wenn Sie gerade das Baby auf dem Arm halten.

 

Regel #3: Die eigenen Kinder (ungefragt) mitbringen

Ist man frisch Eltern geworden, ist das ein bisschen wie, eine Pause von der Realität. Die Welt wurde gerade auf den Kopf gestellt, auf eine wunderbare Weise. Jeder Moment im Leben der frischgebackenen Eltern ist gefüllt mit füttern, Windeln und überwältigender Liebe. Diese „neuen Familien“ leben gerade in einer wahren, gemütlichen Seifenblater. Sie reden mit flüsternder Stimme, singen Schlaflieder und spazieren umher mit dem schlafenden Baby auf dem Arm. Nichts kann diese Blase zerstören, ausser… Herumwirbelnde kleine Kinder der Besucher. Egal wie wohlerzogen und brav Ihre Kinder sein mögen, fragen Sie zuerst, ob es in Ordnung ist, die Kinder mitzunehmen. Bieten Sie den neuen Eltern an, die Kinder für den ersten Besuch Zuhause zu lassen.

 

Regel #4: Zu spät kommen

Es ist nicht so, dass sich die Welt nur um die frischgebackenen Eltern dreht. Aber sie sind wirklich, wirklich müde. Soviele Leute möchten den Nachwuchs gerne besuchen und klauen somit Kuschelstunden mit dem neuen Erdenbürger. Sie müssen sich Zeit nehmen für jeden, der zu Besuch kommt und brauchen die Energie, um während des Besuchs wach zu bleiben. Also bitte pünktlich erscheinen. Und wenn Sie zu spät sind, so schnell wie möglich Bescheid sagen.

 

Regel #5: Ungewaschene Hände

Ihre Hände mögen vielleicht sauber aussehen, sie sind aber vielleicht voll mit Bakterien von der Welt da draussen. Denken Sie einmal darüber nach, was Sie draussen alles angefasst haben, seitdem Sie das letzte Mal Ihre Hände gewaschen haben. Nun bringen Sie diese Bakterien alle zum neuen Baby, welches noch ein sehr schwaches Immunsystem hat. Also unbedingt Hände waschen, bevor Sie das Baby auf den Arm nehmen. Aber auch mit gewaschenen Händen, ist es für die frischgebackenen Eltern ein ärgerlicher Anblick, wenn Sie das Baby küssen oder den Finger in den Mund stecken.
Manche Familien denken, Sie impfen sich, um kleine Babys ebenfalls vor Keimen und Krankheiten zu schützen. Bedenken Sie aber, wenn Sie gerade erst geimpft worden sind, dass Sie unwissentlich jemanden anstecken könnten, welcher noch nicht geimpft ist (z.B. Keuchhusten).

 

Regel #6: Das Baby wecken

Ein absolutes no-go, aber leider gibt es noch immer Erwachsene, welche schlafende Babys aufwecken. Vielleicht sind Sie traurig, weil Sie die wunderschönen grossen Augen des Babys nicht sehen werden. Die Augenfarbe eines Neugeborenen sind meist relativ ähnlich, warten Sie doch einfach den nächsten Besuch ab. Dann ist das Baby vielleicht wach und Sie können schon die künftige Augenfarbe erkennen. Neugeborene schlafen bis zu 18 Stunden am Tag. Dieser Schlaf ist sehr wichtig für die Entwicklung. Zudem haben die Eltern vielleicht eine oder zwei Stunden damit verbracht, das Baby in den Schlaf zu wiegen. Bedenken Sie: Wenn Sie das Baby versuchen auszuwecken, werden Sie wohl nicht so schnell wieder eingeladen…

 

Regel #7: Besuchen, wenn Sie krank sind

Es gibt leider nicht’s, dass Sie tun können, um schneller gesund zu werden. Aber Sie müssen das Treffen mit dem neuen Erdenbürger verschieben. Die neuen Eltern sind müde und haben keine Energie, es ist also gut möglich, dass Sie sie anstecken würden. Und selbstverständlich ist da auch das Neugeborene, den Viren und Bakterien nicht ausgesetzt werden sollte, da seine eigene Immunabwehr noch sehr klein ist. Bleiben Sie also Zuhause, bis Sie wieder gesund und nicht mehr ansteckend sind, damit sich die Eltern nicht um ein krankes Neugeborenes sorgen müssen.

 

Regel #8: Davon ausgehen, dass Sie das Baby halten dürfen

Es klingt vielleicht etwas komisch, und Sie fragen sich vielleicht, wieso Sie das Neugeborene nicht halten dürfen? Schliesslich sind Sie doch deswegen zu Besuch gekommen, nicht? Denken Sie daran, die Mutter ist wahrscheinlich sehr müde, ihre Hormone spielen verrückt und sie ist emotional. Geben Sie ihr die Chance, Ihnen das Baby zum Halten anzubieten. Vielleicht wartet sie auch gerade darauf, dass sie es füttern kann oder geniesst einfach das Kuscheln mit ihrem Baby nach dem vielen Besuch der vielleicht gerade eben schon da war. Also: Warten, bis die Mama Ihnen das Neugeborene von sich aus zum Halten geben möchte.

 

Regel #9: Ein weinendes Baby weiter halten

Wenn ein Baby auf Ihrem Arm weint, ist es an der Zeit, es zurück zu seinen Eltern zu geben. Das Baby hat vielleicht Hunger, braucht eine neue Windel oder vermisst den Geruch nach der Mama. Egal was es ist, es will seine Eltern zurück. Auch wenn die Eltern vielleicht froh sind und es geniessen, wenn sie kurz die Arme frei haben, genauso möchten Sie aber umgehend reagieren und Ihr Baby beruhigen können, sobald es weint.

 

Regel #10: Unordnung hinterlassen

Wenn Sie sich verabschieden, sollten Sie keine Spuren hinterlassen. Räumen Sie das Geschenkpapier weg, von dem Geschenk, dass Sie gebracht haben, stellen Sie Ihre Tasse in die Spülmaschine und überprüfen Sie, dass die neuen Eltern keinerlei Aufwand haben, nachdem Sie nach Hause gegangen sind.

 

Regel #11: Starren, wenn das Baby gerade gestillt wird

Stillen ist schwierig, vorallem am Anfang. Die frischgebackene Mutter und Ihr Neugeborenes müssen die Herausforderungen des Stillens zuerst lernen und es kann manchmal auch ein bisschen schwierig sein. Natürlich nicht alle, aber einige Mütter fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn andere Menschen während des Stillens anwesend sind und zusehen. Ein Neugeborenes anzulegen, ist vielleicht ein wenig schwierig und die Mama fühlt sich vielleicht nicht wohl, wenn ihr zugeschaut wird. Das Beste, was Sie als Gast tun können ist, die Aufmerksamkeit nicht aufs Stillen zu legen. Reden Sie einfach weiter (und nicht übers Stillen oder wie Ihre Schmerzen dabei waren), halten Sie Augenkontakt. Stillen ist etwas natürliches, gehen Sie auch so damit um.

 

Regel #12: Hungerzeichen ignorieren

Wenn Sie noch keine Kinder haben, kennen Sie vielleicht die Hungerzeichen eines Babys noch nicht. Babys weinen wenn Sie Hunger haben, aber das ist nicht das erste Anzeichen. Weinen ist ein sehr spätes Hungersignal. Am Anfang bewegt das Baby den Kopf hin und her und versucht, die Brust zu finden. Es beginnt an seinen Händchen zu saugen und wird zunehmend ungeduldig. Dieses Verhalten ist das erste Anzeichen, dass das Baby hungrig ist. Wenn das Baby anfängt zu weinen und frustiert wird, ist es viel schwerer, das Baby gut an die Brust anlegen zu können. Wenn Sie merken, dass das Baby scheinbar Hungerzeichen zeigt, geben Sie das Baby sofort zurück zur Mutter.

 

Regel #13: (Unerwünscht) Tipps geben

Wenn Sie um Rat gefragt werden, grossartig, dann geben Sie ihn. Wenn nicht, bitte seien Sie nicht eine Person von vielen, welche den neuen Eltern versucht  den „richtigen Weg“ einzureden. Einfach zuhören, Unterstützung anbieten und daran denken: Wenn die Eltern Ihre Meinung oder Ihren Rat wissen möchten, fragen sie selber danach.

 

Regel #14: Zu lange bleiben

Eine schwierige Regel, weil woher sollen Sie wissen, wann Sie nach Hause sollen? Vielleicht können Sie die Eltern selber einschätzen und merken, wann es genug ist. Die neuen Eltern sind erschöpft, sie lieben Ihre Anwesenheit, aber Sie brauchen auch ganz viel Schlaf. Genauso brauchen Sie Zeit sich als neue Familie kennenzulernen. Als Grundsatzregel sind 2h das Längste, um auf Besuch zu bleiben. Die meisten Eltern mögen lieber kürzere Besuche, als das. Sagen Sie den neuen Eltern, dass es Ihnen nichts ausmacht, wenn Sie Bescheid sagen, wenn sie wieder Zeit für sich haben möchten – aber schauen Sie auch selber ein bisschen auf die Uhr, wenn Sie nicht länger als erwünscht bleiben wollen.

 

Regel #15: Erwarten, dass man bedient wird

Es kann für neue Eltern sehr anstrengend sein, wenn der Besuch sich einfach hinsetzt und erwartet, dass diese mit Getränken und Essen versorgt werden. Die Neugeborenen-Phase ist kurz, aber sehr intensiv. Es kann sehr hilfreich sein, wenn Sie anbieten, die Tasse Kaffee oder Tee selber zu machen und etwas kleines zu Essen selber mitbringen und anbieten. Es hört sich vielleicht etwas komisch an, vorallem wenn Sie diese Unterstützung noch nie selber erlebt haben. Wie auch immer, wäre es nicht toll, wenn in Zukunft die jungen Eltern die Unterstützung erhalten, die sie auch wirklich benötigen? Vielleicht ist es so möglich, die unglückliche Zahl, dass 1 von 7 frischgebackenen Müttern an Wochenbettdepressionen leiden zu verringern?

 

Alle Mütter und Väter sind unterschiedlich und benötigen unterschiedlich viel Unterstützung. Diese Liste passt natürlich nicht zu jedem jungen Elternpaar, aber es sind Punkte, welche viele junge Mütter beschäftigen. Strecken Sie Ihre Fühler aus und nehemen Sie sich diese Liste zu Herzen. Das Beste was Sie tun können ist nachfragen und nicht nur vermuten oder annehmen, dass das was für einem selbst stimmig ist, auch für andere passt.
Es ist der Schlüssel, um eine starke und enge Freundschaft aufrecht zu erhalten, mit Menschen, die gerade erst Eltern geworden sind.

 

Beitragsbild: Pixabay

23 comments

  1. Larissa//Noch Robots Magazine says:

    Absolute Regel #1: Niemals junge Eltern besuchen wollen, ohne ausdrücklich eingeladen zu sein. Vor allem noch in der Klinik. Ich hätte mir gewünscht, in den Zimmern der Klinik wäre jeder Besuch (außer von Papa natürlich) verboten. Der (wirklich freundliche!) Besuch meiner „Mitbewohnerin“ hat mich extrem gestresst.

    • Vanessa says:

      Super Beitrag! Bin begeistert das alle wichtigen Punkte klar verständlich für hoffentlich jeden erklärt und erläutert wurden.
      Bei mir kamen sogar in die Klinik unangemeldeter Besuch und das ging gar nicht! Hatte dort schon genug Stress mit dem Milcheinschuss den Ärzten und ich wollte doch einfach nur Zeit mit meiner kleinen Tochter verbringen und mit meinem Partner mich an das neue Leben als Familie gewöhnen und das voll genießen ! Und dann noch uns gemeldet , hallo geht’s noch!?!? Ich wollte niemanden sehen und plötzlich war das Zimmer drei Tage lang voll!
      Und Leute schaltet euer Hirn ein oder habt ihr das schon total mit Nikotin abgetötet !? Man wäscht sich die Hände bevor ,an ein Baby anfasst und wird dann nicht noch zickig wenn man daraufhin bestimmend hingewiesen wird. Was ist mit euch los?
      Diese Liste werde ich mir ausdrucken und an die Wohnungstüre hängen und die hat jeder erst durchzulesen bevor er es wagt unangemeldet zu stören wenn ich ein zweites Baby noch bekommen sollte! Wir wünschen uns ein Geschwisterchen für unsere Tochter, mal sehen wann es klappt 😃 Und dann hat jeder erstmal zu lesen und sein Hirn anzuschalten !
      Echt super Beitrag muss ich loben !!! Danke liebe Larissa

      • Isa says:

        So gings mir auch. War zwar mein zweites Kind und ich war wesentlich entspannter. Aber mit 9 immer lauter werdenden Besuchern der Bettnachbarin inklusive Kind und dann noch die eigenen Eltern am eigenen Bett ist das stillen eine Qual. Hab mich dann ins Stillzimmer verzogen Allerdings konnte ich mir einen bösen Blick in Richtung meiner Bettnachbarin und deren Besucher nicht verkneifen.

  2. Rin says:

    Danke fuer den Tollen Post. Genau diese Sachen haben mich anfangs sehr gestoert. Vor allem das mit dem Gaffen beim Stillen. Man fuehlt sich so schon unsicher und tollpatschig genug, das macht das Starren nicht gerade besser.
    Was ich noch hinzufuegen wuerde, und das war der totale Alptraum fuer mich: wenn Verwandte fragen ob ihre Kinder das Baby halten duerfen! Natuerlich kann man schlecht nein sagen weil man nicht als zickige Glucke dastehen will aber es hat mich innerlich tierisch genervt wenn meine 9-Jaehrige Nichte unbedingt das Baby halten wollte. Sie wissen einfach nicht genug ueber Babys und wie man sie haelt und die Mutter ist die ganze Zeit lang in „Alarm-Modus“. Macht euren Kindern also vorher klar, dass sie die Kleinen erst halten duerfen wenn sie den Kopf selbst halten koennen. Mein Kleiner hats ueberlebt aber ich war nicht wirklich besgeistert davon.

    LG Rin

  3. Annika says:

    Wie auf den Punkt getroffen! Ich finde es schlimm Erwachsenen Ständig sagen zu müssen das sie sich sie Hände waschen sollen, sowas weiß ich als normal denkender selber…. Oder mein Baby wach zu machen, jeder der selber Kinder „großgezogen“ hat sollte sowas eigentlich wissen!!! Ein hoch auf die SCHWIEGERMUTTER!!!! Vielleicht liest sie dies mal und macht sich Gedanken drüber

    • Vanessa says:

      Du hast recht ! Hoffentlich ließt meine das auch und denkt mal über ihr sch*#* verhalten nach!!! Habe das gleich mal kopiert und auf meine Facebook Seite gepostet dann wird sie das hoffentlich lesen! Ansonsten gibt’s bei uns erneut GROßEN Stress !

  4. Regine says:

    Hier sind ja sogar Schwiegermutter-Hasser dabei. Wie arm ist das denn. Sehr traurig diese besserwissenden, egoistischen Schwiegertöchter. Jede Oma und vor allem auch Opa freuen sich über Enkelkinder, auch die des Partners. Ich finde manchen Punkt hier beleidigend. Und das tut richtig weh. Denkt mal drüber nach. Auch Ihr wollt später nicht so behandelt werden. Wirkliche Freude ist gemeinsame Freude. Familie kann was ganz tolles sein. Fangt an und entspannt Euch.

    • Anonym says:

      Liebe Regine. Ich gebe Dir da vollkommen Recht. Allerdings sieht es so aus, dass die meisten Frauen sich zur Aufgabe gemacht haben, Ihre Schwiegermütter zu hassen und Ihnen das Leben schwer zu machen. Behaupten aber dann immer es seien die „bösen Schwiegermütter.“ Schlimm ist auch, dass Sie dann noch so egoistisch sind, und nicht einmal Rücksicht auf den Mann (den Sie behaupten zu lieben) nehmen. Da wird sogar gerade bei dem Mann über dessen Mutter geschimpft und diese Schlecht geredet wo es nur geht. Entspannt geht anderes. Ach ja, und dann hat man auch kein Vertrauen sein Kind der Mutter des Partners anzuvertrauen. Weil die eigene Mutter ja alles viel besser macht! Ist klar. Frage mich bei meiner nur, warum Sie scheinbar mit sich selbst so ein Problem hat, dass Sie anderen Menschen das Leben ständig schwer macht. Liegt sicher mit an der Erziehung. Denn auch Respekt und Achtung sollte man als Kind von der eigenen Mutter lernen. Aber nein, jetzt wird den eigenen Kindern noch vorgelebt, wie man sich am besten daneben benimmt. Allen Müttern die meinen diese Regeln seien wichtig, kann ich nur sagen: Ich werde bei Gelegenheit mal 15 Regeln aufstellen, wie sich Schwiegertöchter besser verhalten sollten bzw. könnten, um ein friedliches Miteinander zu bekommen.

    • Anonym says:

      Liebe Regine, glaub mir ich sehe das genau wie Du. Leider ist es aber so, dass Schwiegertöchter sich ungern entspannen, wenn es um die Schwiegermütter und dessen ach so schlimmes Verhalten geht. Ich habe ja langsam die Erkenntnis gewonnen, dass egal was die Schwiegermutter sagt, tut, oder auch nicht, es ist generell falsch und wird von den Schwiegertöchtern kritisiert. Schlimm ist meines Erachtens aber, dass nicht einmal ein Funken Respekt mehr vor den Müttern der Männer (die die Damen ja anscheinend Lieben) besteht. Nicht allein das die meisten Schwiegertöchter es sich zur Hauptaufgabe gemacht haben sich mit der Mutter des Mannes ständig zu streiten bzw. Streit zu provozieren. Nein, da wird der Mann auch noch ständig mit behelligt, so das diese dann zwischen 2 Stühlen stehen. Traurig. Ich möchte nicht behaupten das es nicht auch die bösen Schwiegermütter gibt, aber ich behaupte, dass aus den meisten Schwiegermüttern eine „böse“ durch die Schwiegertöchter gemacht wird. Gut nur, dass genau aus diesen Frauen eines Tages auch wahrscheinlich Schwiegermütter werden und Sie dann am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie schlimm es ist, wenn man von den Frauen der Söhne oder von den Söhnen der Frauen, mit keinerlei Rücksicht auf Verluste konfrontiert wird. Ich selbst kann auch nicht verstehen, dass Enkelkinder dann auch noch als Druckmittel herhalten müssen oder von Oma und Opa komplett fern gehalten werden. -Nach dem Motto, und das muss man sich mal vorstellen so Sätze fallen dann gegenüber dem Partner: „Ich vertraue Deiner Mutter nicht wenn Sie die oder den Kleinen hat. Ich gebe das Kind nur meiner Mutter!“ Hallo, wenn Eure Mütter alles besser machen und Ihr Ihnen Blind vertraut, dann hinterfragt Euch mal, warum Ihr den Schwiegermüttern das nicht zutraut? „Schwiegertochter“ ist heute meistens ohne mal nachzudenken, wie schmerzlich solche Situationen für den Mann/Freund ist, nur auf Krawall gebürstet. Ich frage mich oft, warum es Bücher, Foren und Gruppen gibt, in der sich die Schwiegertöchter über die bösen Schwiegermütter auslassen und über die Problematik lesen und ab lästern können, es aber sowas für die betroffenen Schwiegermütter nicht existiert. Ich kann Euch sagen warum: Die Schwiegermütter haben das nicht nötig!

  5. Oma says:

    Ich habe den Beitrag gelesen und muss sagen, dass ich es nicht verstehe, warum in der heutigen Zeit Regeln aufgestellt werden müssen, wie mit Neugeborenen umgegangen werden sollte. Haben die Frauen früher nicht gewusst mit Ihren Babys umzugehen? Wissen die Mütter heute alles besser? Und warum verstehen heute die Frauen nicht, dass Babys nicht aus Watte sind? Wenn ich dann noch „Ein hoch auf die Schwiegermutter“ lese, dann ärgert mich das enorm. Komisch das es immer die „Böse Schwiegermutter“ ist. Schon mal drüber nachgedacht, dass es oft an den Schwiegertöchtern liegen könnte? Und das sich die Verwandschaft über den Nachwuchs fast genaus so freut, wie die Eltern, ist doch das normalste der Welt. Und mal ehrlich, muss man sich als Oma oder Opa anmelden um sein Enkelkind das erste Mal zu sehen? Vielleicht sollten die Mütter bzw. Frauen der heutigen Generation mal nachdenken, ob das was Sie von sich geben, nicht übertrieben ist.

    • Anna says:

      Weil eben viele (Erst-)mütter noch nicht das Selbstbewusstsein haben, selber zu sagen, was gut für sie und das Baby ist, weil „man doch nicht übertreiben soll“ , „die Oma/der Opa/… wohl noch dieses oder jenes darf“ und „man nicht so haben soll, die Babys merken schon nichts“. Da traut man sich nicht mehr, was zu sagen ohne als Übermutter, die ihr Kind in Watte packt und verwöhnt verschrien zu werden. Dabei wäre die Einhaltung dieser Regeln, sofern das die Eltern auch so sehen ein riesen Fortschritt für die Gesundheit von Babys und Müttern, es würde der Reizüberflutung vorbeugen und jaaaa, Babys merken das, und es würde zu einer besseren frühen Bindung führen, die die Grundlage für das Urvertrauen und damit die gesamte psychische Gesundheit ist. Und weil sich eben nicht jeder automatisch daran hält, ist der Artikel klasse. Und früher war auch ein Klaps auf die Finger Ok und das war trotzdem nicht gut.

  6. Sabine says:

    Ich frage mich, was man an diesem Artikel „beleidigend“ finden kann , oder warum die „heutige Generation“ übertreibt. Denn schon zu Großmutters Zeiten wurden die Wöchnerinnen erst einmal in Ruhe gelassen, damit sie sich an die neue Situation gewöhnen konnten. Ja liebe sich angesprochen gefühlten Omas, es ist auch verdammt egoistisch von einer jungen Mutter, dass sie erst einmal Zeit für sich haben möchte. Ihr habt das ja schließlich auch nicht gehabt, darum wird es keinem gegönnt.

    • Tine says:

      Wie gut Sabine, dass Du Dich mit Großmutters Zeiten so gut aus zu kennen scheinst. Und ich denke nicht, dass Du beurteilen kannst, ob die Omas bzw. Schwiegermütter nichts gehabt haben oder anderen was nicht gönnen. Ich wundere mich immer wieder, wie dreist die Frauen über Ihre Schwiegermütter schimpfen, keinen Respekt vor den Müttern Ihrer Männer haben, und ständig auf Stress und Ärger aus sind. Die heutige Generation der Frauen scheint die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben. Schon mal drüber nachgedacht, was Ihr eines Tages macht, wenn Eure Kinder später mal Ihre Partner/Partnerin mitbringen, und diese über Euch genauso abgehen, wie Ihr heute? Normaler Weise sollten man davon ausgehen, dass Frauen die selbst Mutter geworden sind, sich in die Eltern insbesondere die Schwiegermutter und Mutter rein versetzten können. Aber leider sieht die Realität anders aus. Heute sind viele Frauen leider zu egoistisch und auch nicht Selbstkritisch. Sonst würden Sie sich anders verhalten und nicht ständig den Konflikt mit der Schwiegermutter suchen und provozieren wo es nur geht. Ich werde mich bei Gelegenheit mal dran machen, ein Blog oder ein Buch über die bösen Schwiegertöchter zu schreiben. Denn davon scheint es mehr als genug zu geben.

  7. nouse says:

    Hallo,
    Um den Satz mit den Impfungen richtig zu stellen: Frisch gegen Pertussis geimpfte Personen sind nicht ansteckend. Die Impfung ist azellulär, d.H. es werden keine abgeschwächten Impfpathogene verabreicht, sondern nur ausgewählte Oberflächenfragmente/Proteine von B. pertussis.
    Richtig ist, daß die azelluläre Impfung nicht sehr gut darin ist, Infektionen und die Weitergabe des Erregers zu verhindern (Warfel et al 2013). Die Impfung schützt aber (aber auch leider auch nicht ewig) zuverlässig vor Ausbruch der Krankheit.
    Das ist aber nur von Belang, wenn der Erreger auch zirkuliert.

    Ich hoffe, es ist klar geworden, daß die Impfung nicht für Ansteckungen sorgt, weil in der Impfung gar keine Erreger enthalten sind. Richtig ist, daß man trotz Impfung B. pertussis weitergeben kann, weil die Impfung vor der Krankheit schützt, aber nicht so gut vor der Infektion.

    Etwas anderes sind Impfungen mit abgeschwächten „Lebend“viren (Masern, Mumps, Röteln, Rotaviren, alte Polio-Impfungen.). Hier kann es tatsächlich dazu kommen, daß man einige Tage lang das Impfvirus ausscheidet. Da es sich aber um abgeschwächte Erreger handelt, ist das absolut kein Problem. Lediglich bei den hierzulande nicht mehr verwendeten Lebendpolioimpfungen können zirkulierende Impfvirenstämme Probleme machen, wenn die allgemeinen Impfraten im Keller sind (siehe Ukraine). Das sog. „Vaccine shedding“ verursacht keine Ausbrüche dieser Krankheiten (sonst hätten wir jedes Jahr zehntausende Mumps, Masern, Röteln-Fälle). Trotzdem sollen schwer immunsupprimierte Personen den Kontakt zu frisch mit Lebendimpfstoffen geimpften Personen meiden. Vorsichtshalber.

  8. Eileen says:

    wirklich super geschrieben !!! hätte ich vor 4 wochen haben sollen. ich bin immer noch entsetzt wie rücksichtslos viele sind und dann auch noch beleidigt wenn man zu müde ist für besuch.
    mein vatee kam 1,5 Stunden zu spät. ..ich ging komplett am stock…und dann War er auch noch beleidgt mit mir als ich gebeten habe bitte pünktlich zu sein.
    beim nächsten kind wäre ich 4 wochen verschwunden. die Verwandtschaft wat teilweise anstrengender als das ki d.

  9. La Fleur says:

    Ich finde genau diese Regeln super !!
    Und ja liebe Schwiegermütter, die hier meinen so rummotzen zu müssen, ich bin der meinung das sich auch oma & opa anmelden müssen und nicht aus heiterem Himmel einfach zu besuch kommen dürfen !! Es ist eine neue Familie enstanden, die auch erstmal die Zeit für sich ganz intensiv, ruhig und vorallem alleine genießen möchte ! Ich finde solche momente sind sehr intim und da hat beim besten Willen die Oma oder der Opa nichts zu tun !! Ich bin selber Mutter und kann mich daran erinnern, das plötzlich nach der Geburt “ Unser Zimmer“ einfach überfüllt war, von Besuchern, die sich zwar gefreut hatten, aber auch gewisse Erwartungen ans uns gestellt hatten. Bis es mir dann nach 3 Stunden gereicht hatte. Ich habe der Schwester mitgeteilt, dass Sie bitte keine Besucher mehr uns lassen solle und auch keine Telefonate durchstellen soll. Das wars. Endlich hatten wir die Ruhe die wir brauchten um uns an das neue Leben zu gewöhnen.
    Jede junge Familie, braucht ihre Zeit für sich. Grade wenn man noch in der Klinik ist. Es gibt noch genug Zeit um Besuch zu empfangen, danach…

  10. Beatrice says:

    Mann, alles zusammengefasst! Das hätte ich mal finden und als Rundmail verschicken sollen, kurz bevor mein erstes Kind zur Welt kam. Ich fand das frühe Wochenbett sooo anstrengend.Und fühlte mich so unglaublich missverstanden und hilflos.
    Wobei ich glaub ich echt Glück hatte mit meinen Lieben. Aber die Hormone machen ein ja noch empfindlicher und auch ein bisschen irrational. 😀

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