10 Dinge mit denen Sie Frieden schliessen sollten, wenn Sie ein Kleinkind zu Hause haben!

Die wichtigste Regel, wenn man ein Kleinkind zu Hause hat: Es ist der Boss. Sie können ein Kleinkind nicht steuern, es steuert Sie! Je schneller Sie das begreifen, desto besser. Ein Kleinkind interessiert es nicht, ob Mama eine aufgeräumte Küche mag, oder lieber Kleidung ohne Rotzspuren tragen möchte.

Ein Kleinkind kümmert sich nur um seine eigenen Bedürfnisse: Das heisst, es räumt die Küche aus und putzt seine Nase an Ihrer Jeans. Es gibt da aber ein bisschen Spielraum: Manchmal können Sie Ihr Kleinkind vielleicht von Ihren Vorstellungen überzeugen, aber diesen Plan müssen Sie sehr gut vorbereiten. Es ist Ihr Job, dass Ihr kleiner Boss zu Essen hat, gesund und glücklich ist. Leider funktionieren diese 3 Dinge nicht immer miteinander. Vorallem, wenn Ihr Kleinkind gerne eine Kekse-Diät macht und gleichzeitig Ihre Wände bemalt.

Mit einem Kleinkind in Ihrem Leben müssen Sie einige Dinge akzeptieren, über die Sie künftig keine Kontrolle mehr haben werden. Zum Beispiel, dass Sie irgendwann zu mehr Schlaf kommen werden (nein!), dass Sie pünktlich zu Ihren Terminen erscheinen (nein!) und dass Ihr Kind gerne mit anderen Kindern teilen möchte (nein!). Statt dagegen anzukämpfen, nehmen Sie es einfach an, wie es ist. Sie werden glücklicher sein damit.

Hier sind 10 Dinge, womit Sie Frieden schliessen sollten:

 

#1: Essen auf dem Boden

Teppich? Was ist das? Von dem Moment an, wenn Ihr Baby mit fester Nahrung in Berührung kommt, werden Sie Essen vom Esszimmerboden kratzen. Und von Ihrem Küchenboden. Und von Ihrem Schlafzimmerboden. Sie werden wohl mit der Hoffnung leben, dass es irgendwann besser wird. Aber es wird nicht besser. Dieser „Boden-voll-mit-Essen“ wird Sie wohl noch so lange begleiten, bis das Kleinkindalter vorbei ist. Sie können versuchen, den Boden mit einer Folie zu schützen, aber Kleinkinder sind schlau und können Essen ganz schön weit werfen. Sie können das Essen auf einen Raum beschränken (den Raum mit dem pflegeleichtesten Boden), aber Kleinkinder schaffen es immer, Essen irgendwie ins Zimmer mit dem hellen Teppich zu schmuggeln. Mit Vorliebe Pasta mit Tomatensosse. Viel Spass beim Putzen.

 

#2: Öffentliche Blamagen

Kleinkinder können das sehr gut. Im Internet finden Sie viele Ideen, warum Sie Ihr Kind in der Öffentlichkeit lieber nicht zurechtweisen sollten, aber leider steht da nichts darüber, dass Kleinkinder SIE nicht in solche Situationen bringen sollte. Vielleicht liegt es daran, dass Kleinkinder nicht lesen können und kaum Zeit damit verbringen, im Internet nach Lösungen zu suchen? Kann sein… Kleinkinder kennen die Grenzen noch nicht, was man erzählen und was man besser für sich behalten soll. Sie erzählen der Schwiegermutter von Ihrer Intimbehaarung, sagen dem Postboten, wann Sie gepinkelt haben und erzählen im Kinderkarten von Ihren Tampons.

 

#3: Rotzraupen

Sie müssen es einsehen: Rotzraupen gehören nun zu Ihrer Familie. Die Raupe wird sich auf jedem Familienfoto der letzten Monate befinden, sie begrüsst Sie mit einem Kuss jeden Morgen und starrt Sie quer über den Esstisch während jedem Essen an. Sie können probieren, dagegen anzukämpfen und die Nase ständig putzen. Die Rotzraupe wird trotzdem bleiben. Manchmal werden Sie denken, Sie haben es geschafft… Die Rotzraupe wird kurz darauf aber wieder auftauchen. Sie müssen akzeptieren, die Rotzraupen sind die besten Freunde eines Kleinkindes. Das Leben geht weiter.

 

#4: Um 5 Uhr aufstehen

 Kleinkinder lieben es, Ihren Aufsteh-Zeit-Rekord zu brechen. In der Kleinkindzeit wird Ihr Kind Sie mit einem Kick in Ihr Gesicht oder einem Hechtsprung auf Ihren Bauch wecken. Es tut noch viel mehr weh, wenn das um 5 Uhr morgens geschieht. Es gibt keinen Weg, ein Kleinkind wieder zum Schlafen zu bewegen.
Kleinkinder lieben es, früh aufzustehen. Sie sollten es akzeptieren, dass Sie mit einem Kleinkind im Haus ständig müde sein werden. Sogar ausschlafen würde das Problem von 2-Jahren-Schlafmangel nicht beheben.

 

#5: Immer zu spät kommen

Können Sie sich an die Zeit erinnern, als Sie mit einem Baby nie pünktlich waren? Seien Sie bereit für Phase 2 von diesem Phänomen. Während ein Baby ganz einfach von A nach B transportiert werden kann, möchte ein Kleinkind selber laufen. Den ganzen Weg. Auch wenn es 15 Jahre dauert, weil Ihr Kind bei jedem Stein stoppen und jedes Insekt anstarren muss, welches Sie unterwegs antreffen werden.

 

#6: Die gleiche Geschichte erzählen, immer und immer wieder

 Kleinkinder lieben Wiederholungen. Sie wollen nochmal das gleiche Spiel spielen und die Geschichte nochmal hören, immer und immer wieder. Nichts macht ein Kleinkind glücklicher, als dass es weiss, was in der Geschichte als Nächstes passieren wird. Ihr Kind wird im frühen Kleinkindalter ein Lieblingsbuch auswählen, und Ihre Aufgabe wird es sein, das Buch jeden Tag mindestens dreimal vorzulesen. Ah… und noch zu erwähnen: es wird kein gutes Buch sein. Es ist wahrscheinlich das einzige Buch in Ihrem Haus, welches Sie nicht mögen. Langweilig und Zeichnungen, welche nicht wirklich inspirierend sind. Ja, Sie werden dieses Buch für immer vorlesen müssen.

 

#7: Wutanfälle

Sie können versuchen, Wutanfälle zu vermeiden –  ja Sie können es wirklich versuchen. Vielleicht funktioniert es für eine kurze Zeit auch richtig gut und Sie managen diese Anfälle mit links. Vielleicht gehören Sie zu den Eltern, die anderen erklären, dass Wutanfälle kulturell bedingt sind und sie absolut vermeidbar sind. Sie werden es lieben, dass Sie zu  diesen Eltern gehören, bis Ihre perfekte Welt zusammenfällt. Dieser Tag, an dem Sie den Spielplatz mit Eile verlassen müssen, oder Sie keine weiteren Spielsachen im Einkaufszentrum mehr kaufen möchten. Oder (wenn Sie gerade sowieso eine Kack-Woche durchmachen) Sie dem Kleinkind den Trinkbecher in der falschen Farbe zum Trinken anbieten. Das ist der Tag, an dem Sie Ihre Gedanken verwerfen, dass Sie dem Trotzalter entkommen sind. Sie sind ihm nicht entkommen.

 

#8: Hosentaschen, gefüllt mit Steinen

Kleinkinder sammeln gerne. Meistens Dinge, welche am Boden liegen und Sie nicht wollen, dass es sie anfasst. Diese Dinge werden aufgehoben, analysiert, untersucht, geliebt und Ihnen in die Hand gegeben, um sie sicher aufzubewahren. Akzeptieren Sie es, dass Ihre Hosentaschen mindestens 3 kg mehr wiegen werden, wenn Sie von einem Spaziergang im Wald nach Hause kommen. Ihre Taschen sind gefüllt mit Stöcken, Steinen und Dreck. Und denken Sie nicht im Traum daran, dass Sie Ihre Hosentaschen leeren können, wenn Ihr Kind gerade nicht hinsieht. Es geht nicht. Es ist das Risiko nicht wert.

 

 #9: Dreck

Dreck ist eine andere Lieblingssache Ihres Kleinkindes. Es findet Dreck überall, sogar an Orten, an denen Sie nicht wussten, dass es Dreck gibt. Wenn Sie Ihr Kind in einem sauberen, aufgeräumten Raum für 3 Sekunden alleine lassen, werden Sie mit Sicherheit bei Ihrer Rückkehr Ihr Kind nackt, von oben bis unten mit Dreck eingeschmiert vorfinden. Die Wände sind verschmiert mit Dreck, der Boden ist übersäht mit Fussabdrücken aus Dreck. Sie werden nie herausfinden, woher der Dreck gekommen ist.

 

#10: Wie ein Idiot aussehen

Kleinkinder lieben es, wenn sich Erwachsene benehmen, wie Idioten. Sie lieben es, wenn Sie stoplern, vorallem im vollen Einkaufszenter. Sie lieben es, wenn Sie laut singen – im Bus. Oh und sie machen Tierlaute  im Restaurant nach. Und sie wollen, dass Sie es nocheinmal machen, immer und immer wieder. Kleinkinder können Peinlichkeit riechen.

 

Vielleicht versuchen Sie, diese Dinge eine Zeit lang zu kontrollieren. Sie möchten vielleicht bereit sein, mit dem Wischmop in der Hand. Je schneller Sie sich mit der unumgänglichen Kleinkind-Wahrheit abfinden, desto schneller werden Sie Frieden damit schliessen können.
Keine Sorge, Sie können es Ihnen im Teenie-Alter zurückzahlen, mit vielen versehentlichen Peinlichkeiten (okay, vielleicht nur ein bisschen versehentlich).

 

Beitragsbild: Fotolia

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