Schlaf Kindlein schlaf: 4 sanfte Alternativen zur Schreien-Lass-Methode (Ferbern)

Falls Sie sich beim Gedanken an Schlaf-Lern-Programmen (Ferbern, das Kind schreien lassen) genauso unwohl fühlen wie ich, dann sind Sie zum Glück nicht alleine. 71% aller Eltern würden kein solches Schlafprogramm wählen, oder könnten es nach Beginn nicht fortsetzen. Schlafprogramme schaden Ihrem Baby – und auch Ihnen!

Was haben Sie für Optionen, wenn Ihr älteres Baby oder Ihr Kleinkind nachts noch mehrmals aufwacht und Sie unter Schlafmangel leiden? Glücklicherweise gibt es da Dinge, die Sie tun können, damit alle nachts besser schlafen können.

 

Wann fange ich  an?

In den ersten 6 Monaten sollten Sie auf keinen Fall versuchen, etwas am Schlafverhalten Ihres Babys zu ändern. Zwischen 6 und 12 Monaten sollten Sie nur versuchen, etwas zu ändern, wenn Ihr Kind gut trinkt/isst und gut gedeiht und auch sonst keine Gesundheitsprobleme hat. Nach dem ersten Geburtstag gibt es einige sanfte Methoden, um den Schlaf Ihres Babys mit wenig Unterstützung der Eltern zu beeinflussen. Wenn Sie das möchten.

 

#1: Kreieren Sie eine gemütliche Schlaf-Umgebung

Sie können Ihrem Kind helfen, nach einem Tag mit vielen Eindrücken herunterzufahren und es langsam aufs Schlafen vorzubereiten. Versuchen Sie, eine ruhige und gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Das hilft Ihrem Baby, sich zu entspannen und langsam müde zu werden. Für einige Familien bedeutet das vielleicht, dass Ihr Abendprogramm künftig etwas anders aussehen wird. Es ist schwer für Ihr Kind, wenn es ins Bett muss, wenn Geschwister oder die Eltern noch aufbleiben und TV schauen.

Dinge die Sie tun können:

  • Licht abdunkeln
  • warmes Bad
  • Massage
  • ruhige Musik
  • Geschichte vorlesen
  • Stillen, eine Flasche oder Tasse mit warmer Milch anbieten
  • Kuscheln im Bett oder auf dem Sofa

Sie können zum Beispiel nach dem Nachtessen mit der ruhigen Abendroutine anfangen.
 

#2: Methoden ohne Tränen – unsere Bücher-Favoriten

Es gibt viele Bücher, welche einen besseren Schlaf bei Ihrem Baby versprechen. Die meisten Bücher empfehlen aber, das Baby schreien zu lassen oder es kontrolliert nach einem Schema weinen zu lassen.
Es gibt aber einige gute Alternativen:

 

#3: Eigene Schlafgewohnheiten anpassen

Viele Erwachsene haben schlechte Schlafgewohnheiten, das macht das Schlafen mit nächtlichen Unterbrüchen noch viel schwieriger. Zu spät ins Bett gehen am Abend (weil man noch Zeit mit seinem Partner verbringen möchte, oder Arbeiten und Haushalt erledigt), wach bleiben, wenn die Kinder im Bett sind und am Handy oder Tablet surfen oder TV schauen, übermässiger Koffeinkonsum (z.B. Café und Cola), spätes Abendessen, unbequeme Matratze oder Kissen, und noch vieles mehr. Schlechte Schlafgewohnheiten sind ein häufiger Grund für schlechten Schlaf.

Vielleicht können Sie nichts am Schlafrythmus Ihres Kindes ändern, aber Sie können Ihre eigene Schlafroutine verbessern.
 

#4: Situation akzeptieren

Für einige Familien ist es wichtig, dass Sie die Situation so akzeptieren, wie sie ist. Leider lässt sich meist nicht viel am Schlafrythmus der Kinder ändern. Es zu akzeptieren bringt aber schon eine grosse Veränderung mit sich. Vielleicht müssen Sie sich mit dem natürlichen Schlafverhalten eines Babys zuerst anfreunden. Schlafmangel ist eines der härtesten Dinge, wenn man Eltern wird.
Und denken Sie immer daran, irgendwann löst sich das Schlafproblem von selbst, wenn die Kinder grösser werden.  Hören Sie nicht darauf, was andere Leute an Ihrem „Schlaferziehungsstil“ zu kritisieren haben. Es muss nur für Sie und Ihre Familie stimmen, Sie sind niemandem Rechenschaft schuldig, wann, wie und wo Sie Ihr Kind schlafen legen. Und glauben Sie nicht immer alles, was andere Mütter über das Schlafverhalten ihrer Kinder sagen. Auch in anderen Familien ist nicht immer alles so problemlos, wie es vielleicht nach aussen den Anschein macht.

 

Babys gehen ins Bett, wenn ihre Eltern ins  Bett gehen, schlafen bei den Eltern im Bett und die Mamas füttern Ihre Babys in der Nacht, solange sie es brauchen und von alleine nicht mehr möchten.

 

Beitragsbild: Pixabay

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